Ich kann heute nicht abspülen, weil ...
... ich eine Wasserallergie bekommen habe.
... ich eine Phobie vor fließenden und auch
stehenden Wassern habe.
... ich die Haushaltshandschuhe nicht finden kann.
Ich kann den Müll nicht raustragen, weil ...
... es gleich dunkel ist.
... mich der Nachbar sehen könnte.
... ich vergessen habe, wo die Mülltonne steht.
Ich habe nicht angerufen, weil ...
... der Akku von meinem Handy leer ist.
... keine der wenigen Telefonzellen zu finden
war.
... ich dachte, dass du eh nicht da bist.
Ich habe unseren Hochzeitstag vergessen, weil ...
... die Zeit mit dir viel zu schnell vergeht.
... ich testen wollte, ob du dich daran erinnerst.
... ich in 100 Blumengeschäften deine
Lieblingsblumen nicht bekam.
Eheberater
Ein Fachmensch, der vom Ehepaar um Vermittlung nachgesucht wird und gegen den beide angehen, wenn er dies tut.
Ehefrieden
Ein Zustand, der erreicht wird, wenn alles Mein und Dein ist, auch die Meinungen.
Ehegelöbnis
Der gute Vorsatz hat nicht immer die Kraft, die einen dauerhaften Gleichklang schafft. Siehe auch Ehefrieden.
Eheglück
Sind Mann und Frau glücklich, sind sie mit sich und ihrer Ehe einig. Wenn nicht, dann eben nicht.
Ehehälfte
Die andere ist immer die bessere.
Ehejahr
Jährt sich jedes Jahr, völlig unabhängig davon, ob er an die Blumen gedacht hat oder auch nicht.
Ehejoch
Belastung, die aufgrund der neuzeitlichen Gleichberechtigung von Frau und Mann gleichermaßen empfunden wird.
Ehekrach
Meist viel Lärm um nichts.
Eheleben
Freuden und Leiden, die es nun zu teilen gilt und die man alleine nicht gehabt hätte.
Ehering
Hat keinen Anfang und kein Ende. Siehe auch Ehejoch. Ehescheidung
Über das, was eine Ehe sein soll, scheiden sich bei den Eheleuten oft die Geister.
sind autorisiert, unter folgenden Bedingungen in Treue zu leben:
Dr. Hessel (genannt Ehemann) verpflichtet sich, Marianne Traumstein (genannt Ehefrau) immer alle Geheimnisse anzuvertrauen, damit sie versiert die Geschicke des gemeinsamen Unternehmens (genannt Ehe) leiten kann. Dazu zählen auch die finanziellen Geschicke, und daher hat der Ehemann nun alle Einkünfte ohne Abzug von Spesen an die Ehefrau zu übergeben.
Die Ehefrau verpflichtet sich im Gegenzug, 11/2 warme Mahlzeiten im Monat zu servieren, Fahrkosten zwischen Arbeitsstelle und Eheort zu erstatten und Geld für 2 Biere in der Woche (im Außerhausverzehr nur 1 Bier) zur Verfügung zu stellen. Darüber hinaus geht sie keine Verpflichtungen ein, die sie nicht für notwendig hält.
Wird in einer Familie geheiratet, stellen sich die davon betroffenen Brautleute und alle beteiligten Verwandten und Freunde aus gegebenem Anlass mal wieder die Frage: Welche Bedeutung messen wir der Ehe in unserer Gesellschaft noch zu? Was bedeutet Familie in unserer Zeit?
Einer neuen Studie zufolge kam die Deutsche Gesellschaft für Familiensinn- und Ehestandsfragen, basierend auf einer keineswegs repräsentativen Schmalspurumfrage, zu folgenden Erkenntnissen:
Ehe ist ...
... wenn zwei gleichzeitig sprechen, keiner zuhört und im günstigsten Fall daraus kein Streit
entsteht.
... wenn man zu zweit Probleme löst, die man allein nie gehabt hätte.
... eine Gemeinschaft von zweien, von denen beide die bessere Hälfte sein wollen.
... ein Maximum an Versuchung mit einem Maximum an Gelegenheit.
... die einzige Lebensform mit einer Frau, in der der Mann immer das letzte Wort haben kann:
Er kann um Verzeihung bitten.
... wenn zwei es längere Zeit nicht miteinander und nicht ohne einander aushalten können.
Familie ist ...
... wenn alle auf einmal reden, keiner zuhört und man sich blendend versteht.
... eine Art Verein, aus dem man nicht austreten kann.
... schwieriger zu regieren als ein Staat.
... da, wo man hingehen kann, ohne sich vorher telefonisch anzumelden.
... wo der Apfel nicht weit vom Stamm fällt.
... alles, was andere nichts angeht.
Unser allseits beliebter und geschätzter Freund Ottmar Traumstein wird in Kürze Schwiegervater. Einen Umstand, den er recht häufig und öffentlich beklagt, da er nun sein heiß geliebtes Töchterchen, die 28-jährige Marianne, verliert. Dabei ist zu befürchten, dass er nicht rechtzeitig zum Hochzeitsfest erscheint. Er, wir erinnern uns, der zur eigenen Trauung von seinem Trauzeugen aus dem Büro abgeholt werden musste. Er, der sein neugeborenes Töchterchen dem Prediger hinhielt mit den Worten: »Da, Herr Pfarrer, taufen Sie mir den Buben!« und auf seinen Irrtum aufmerksam gemacht, dann meinte: »Ach ja, richtig. Na ja, wenn man sich so auf einen Jungen eingestellt hat, ist es schwierig, von einer so liebgewordenen Vorstellung wieder Abstand zu nehmen. Nun denn: Fahren Sie mit der Zeremonie fort, nach der Taufe reden wir dann noch über die Verwechslung.« Wie dem auch war: Am nächsten Freitag, dem 9. September, ist es so weit, und wir werden uns wieder auf allerlei unfreiwillig Amüslierliches von unserem lieben Freund gefasst machen können.
»Das Weib soll Vater und Mutter verlassen und auf seinen Mann aufpassen«, so steht es wohl in der Bibel geschrieben. Nun ist es also wieder so weit, dass ein Mann unter die Obhut einer Frau gegeben wird. Ingo Hassel und Marianne Traunstein geben sich am Samstag das Jawort. Beide sagen dazu Ja, dass künftig einer der Aufpasser und der andere der »Aufgepasste« ist. Wobei unserer Erfahrung nach im Eheleben nie völlig eindeutig auszumachen ist, wer nun letztlich wer ist. Es sei denn, die Frau hat die Hosen an. Wobei das bei der gängigen Mode auch kein eindeutiges Kriterium mehr sein kann. Eindeutig ist jedoch, dass die beiden sich lieben, beide Hosen tragen und auf sich selbst aufpassen können.
Geputzt und geschrubbt wurde im Haus der Familie Hessel, dass die Staubflusen nur so aus den Fenstern flogen. Die Hochzeit beginnt zwar erst am Samstag, doch in den Wochen davor wurden schon heftige Aktivitäten im Hause wahrgenommen. Frau Hessel und ihr Hilfstrupp nutzten den Anlass, um mal wieder richtig sauber zu machen. »Verrückt«, sagte Frau Hessel, »wie viel Staub sich seit der Hochzeit mit meinem Mann so angesammelt hat.«
Unsere Reporter haben auf dem Fest der Feste Tipps und Tricks für ein glücklich-zufriedenes Leben zu zweit gesammelt. Hier die Ratschläge, die die Gäste dem Brautpaar mit auf den Weg geben.
Solidarität und Vertrauen
Glückliche, liebende Paare sind auch gute Freunde. Und darum halten sie einander den Rücken frei, helfen sich gegenseitig bei Problemen und kämpfen zur Not auch gemeinsam gegen den Rest der Welt. Sie können sich blind aufeinander verlassen.
Tante Clara
Rituale braucht die Liebe
Rituale halten den Zauber der Liebe lebendig und holen die bewegendsten Momente der Beziehung immer wieder zurück.
Daher: Schafft euch Rituale. Gleich ob ihr jeden Mittwoch ins Kino, am Freitag zum gemeinsamen Sporttraining oder zu Silvester auf die Almhütte fahrt - Rituale schaffen im Alltag Raum und Zeit für die Liebe. Und gemeinsam verbrachte Zeit ist Liebe pur!
Oma Else
Eigenständigkeit gefragt
Lieben heißt sich nahe sein wollen, sich dafür interessieren, was der Partner denkt und tut. Dennoch: Liebe bedeutet nicht, sich gänzlich dem anderen anzupassen. Pflegt daher auch eure eigenen Hobbys, Freundschaften ...
Freundin Katrin
Humor
Die Deutschen lachen im Schnitt nur sechs Minuten am Tag. Dabei ist Lachen nicht nur eine gute Medizin, sondern auch eine Liebesdroge - das Gehirn schüttet Glückshormone (Endorphine) aus. Gemeinsam Lachen verbindet und macht euch zu einem glücklichen Paar! Nun denn: Humor ist, wenn man trotzdem lacht!
Onkel Gustav
Christina Hessel, Grafikerin und Schwester des Bräutigams Ingo Hessel, ruft alle Verwandten, Freunde und Bekannten des Brautpaares öffentlich auf, am Hochzeitstag in der Kirche zu erscheinen. »Die Hochzeits-Brieftauben, die die Einladungen zustellen sollten, haben sich leider in den Süden verflogen«, beklagt die 23-jährige Christina den missglückten Versand der Einladungen. Daher hofft die Familie nun, dass möglichst viele Hochzeitsgäste die Nachricht aus dieser Zeitung erfahren werden.
Trauzeuge
Befragt nach den Umständen, die letztlich zu der Hochzeit des Jahres führten, antwortete der Trauzeuge des Bräutigams: »Ein Sieg in der Liebe ist auf zwei Wegen erreichbar. Entweder durch eine Kavallerieattacke oder durch das Schaufeln von Laufgräben zum Frauenherzen.« Detailliertere Informationen konnte unsere Reporterin selbst aus gut informierten Kreisen bislang nicht erhalten.
Peinlich
Wie aus diskreten Quellen zu erfahren ist, war die Hochzeit von einigen Beinahe-Pannen begleitet: Die Taufpatin der Braut, Trude Traumstein, hat sich letztlich fünf Abendkleider für das große Ereignis gekauft, weil sie sich für keines entscheiden konnte. Aufgrund dieser anhaltenden Entschlussschwäche wäre sie wegen hastiger Umkleideaktionen in letzter Minute fast zu spät zur Trauung gekommen. Karl Hessel, der Pate des Bräutigams, hat vor lauter Aufregung vergessen, die Ringe einzustecken. Nur die konzertierte Aktion dynamischer Hochzeitsgäste machte es möglich, dass das Brautpaar »beringt« die Kirche verlassen konnte.
Kultur
Der französische Weltstar Edith Piaf soll seinen Auftritt für das Hochzeitsfest der Familie Hassel kurzfristig abgesagt haben. Sie sei leider überraschend in den Stimmbruch gekommen und könne das hohe FisCisDis nicht mehr singen. Daher muss sie zunächst ihr Gesangsrepertoire umstellen. Nun eifern die Familien des Brautpaares der Kelley Family nach und proben jeden Tag für das große Ereignis. Die Nachbarn haben sich derweil bei Freunden in Nachbargemeinden einquartiert.
Fatales
Der Pfarrer der katholischen Gemeinde hat leider den Schlüssel zur Kirche verlegt und kann ihn nicht mehr wiederfinden. Daher findet die Hochzeit von Ingo Hessel und Marianne Traumstein nun ausschließlich auf dem Standesamt im engsten Kreis der Eingeweihten statt. Diejenigen, die von dem Hochzeitstermin nichts wissen, warten mit Reis gewappnet vor dem Rathaus auf das frisch getraute Paar.